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Kontinuierliche Verbesserung vorantreiben – unsere Do’s und Don’ts für erfolgreiche Retrospektiven


Die Retrospektive ist unter den vielen agilen Meetings jenes, das sich nicht mit den Prüfungsinhalten beschäftigt, sondern mit Fragen zu „Wie arbeiten wir im Team zusammen?“. Im Fokus stehen Kommunikation im Team, Herangehensweisen in der Prüfung und Teamatmosphäre. Das sind die Themen, bei denen es auch mal unbequem werden kann oder es „menschelt“. Wenn ihr uns fragt, wird es hier fast schon intim. Die „Retro“ ist das Meeting schlechthin, um den kontinuierlichen Verbesserungsprozess mit Leben zu füllen. Es dient quasi als Katalysator im Team, um noch besser zu werden. Doch wie immer ist es mit dem Verschicken eines Kalendereintrags noch lange kein erfolgreiches Meeting. Was eine erfolgreiche Retro ausmacht und was man lieber nicht tun sollte, das zeigen wir euch in diesem Blog.


#1 Just do it – Macht eine Retro

Da in der Retro keine Prüfungsinhalte im Fokus stehen, wird dieses Meeting in der Praxis leider zu oft weggelassen und man hört regelmäßig: „Es läuft doch bereits gut im Team.“ oder „Wir müssen die restlichen Prüfungsfragen abschließen, das ist gerade wichtiger als die Retro.“ Unsere Erfahrung ist: Führt auf jeden Fall eine Retro durch! Und in Zeiten von Remote-Arbeit und Homeoffice ist es gerade wichtig, um im Team zusammenzukommen und sich auszutauschen. Plant die Zeit von vornherein ein und setzt eine Meetingserie auf, damit sie jedes Prüfungsteammitglied im Kalender hat. Wieso aber dieser Aufwand? Um hier eine Baumarktkette zu zitieren: „Es gibt immer etwas zu tun“. Es gibt immer Verbesserungspotenzial, sogar gegen Ende einer Prüfung. Mit fortschreitendem Prüfungsverlauf wird der Bedarf an Verbesserungen zunehmend kleiner, ganz eliminiert wird er aber nie. Das liegt in der Natur der Sache und ist auch völlig in Ordnung. Da wir uns in der kontinuierlichen Verbesserung befinden, bedeutet das auch, dass die Prüfteams die identifizierten Verbesserungspotentiale stetig umsetzen - weg von den klassischen „Lessons Learned“-Terminen nach der Prüfung, in der rückblickend betrachtet wird, was man hätte anders machen können. Wie war das gleich? Hätte, hätte…Fahrradkette.



#2 Organisiert euch den passenden Raum – startet in Vegas!

Eine Retro birgt eine Herausforderung, die oft unterschätzt wird: um uns zu verbessern müssen wir offenlegen, was nicht so gut läuft. Wenn diese Dinge nicht angesprochen werden, ist eine Retro wenig zielführend. Und ab hier menschelt es wieder. Jeder im Team tut sich unterschiedlich schwer damit, offen negative Dinge im Team zu adressieren. Hierin spielen viele verschiedene Faktoren mit. Eine banale aber sehr wirkungsvolle Maßnahme ist die strenge Limitierung des Teilnehmerkreises. Also: wer ist dabei und hört mit, was wie gesagt wird? Wer bekommt Infos in welcher Form?

Bei uns gilt standardmäßig: die Retro ist ein Termin des Prüferteams und des Scrum Masters. Daher sind alle anderen Kollegen, Product Owner oder Führungskräfte per se nicht eingeladen. Falls das Team es allerdings wünscht und für zielführend erachtet, dass weitere Personen in der Retro anwesend sind, dann kann das Team es so bestimmen. So schaffen wir einen Raum, in dem alles offen besprochen werden kann und der Fokus auf Verbesserung