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Quick How To: Prüfungsdurchführung

Aktualisiert: 5. Juni 2020

Prüfungsdurchführung nach Scrum


Die agile Vorgehensweise bei Audits zeichnet sich vor allem durch ihre zeitlich begrenzten,

regelmäßig wiederholenden Arbeitsabläufe aus, den sog. Sprints. Dieser Blog soll einen Überblick darüber geben, wie ein Sprint nach Scrum in der Prüfungsdurchführung aussehen kann. Gedacht ist dieser Blog für alle, die sich für das Thema Agilität in der Revision interessieren. Agile Vorkenntnisse sind zum Verständnis hilfreich, aber nicht zwingend notwendig.

1. Prüfungsvorbereitungen im Sprint 0 und internem Kick-off treffen: Diese Tätigkeiten sind den eigentlichen Prüfungs-Sprints vorgelagert und werden zu Beginn der Prüfung einmalig durchgeführt. Die Resultate daraus stellen das Fundament für die danach folgenden Sprints in der Prüfungsdurchführung dar. Das Ziel von Sprint 0 ist es, notwendige Vorbereitungen zu treffen, durch die das Prüferteam schnell mit der Prüfungsdurchführung beginnen kann. Ergebnisse können sein: Team/Rollen sind besetzt, Prüfungsschwerpunkt ist gesetzt, administrative Prüfungsvorbereitungen (bspw. Prüfungsankündigung) sind erfolgt und das interne Kick-Off vorbereitet. Im internen Kick-off plant das Team dann das Vorgehen in der Prüfung. Der Product Owner (PO) definiert gemeinsam mit dem Team die Anforderungen an die Prüfung in User Stories (US), sammelt diese im Prüf-Backlog und vergibt in Diskussion mit dem Prüferteam Prioritäten zur Umsetzung. Das Prüf-Backlog stellt insgesamt eine geordnete Liste sämtlicher Prüfungsfragen und -anforderungen sowie zugehöriger -handlungen, -aufgaben etc. dar und dient als Prüffahrplan. Es wird zudem eine Definition of Done (DoD) festgelegt, die eine Reihe von Kriterien darstellt, die erfüllt sein müssen, damit eine US als fertig gilt. Die DoD gilt übergreifend für alle US.

2. Das Prüf-Backlog im Backlog Refinement risikoorientiert ergänzen und die Prüfung kontinuierlich planen:

Das Backlog Refinement bezeichnet die regelmäßige gemeinsame Verfeinerung der Backlog-Inhalte durch das Prüferteam zur Vorbereitung der folgenden Sprints. Dazu können neue US in das Product-Backlog aufgenommen und bereits vorhandene US ausgearbeitet und detailliert werden. Damit wird gleichzeitig sichergestellt, dass neue Erkenntnisse oder Anforderungen stets in das Prüfvorgehen einfließen und dass jeder Eintrag vom Team verstanden wird. Aufbauend auf den Backlog-Einträgen wird eine Prüf-Roadmap erstellt. Sie zeigt an, in welchem Sprint welche US geliefert werden soll. Die regelmäßige Anpassung der Roadmap stellt die kontinuierliche Planung dar.

3. Im Sprint Planning ein Commitment darüber abgeben, was das Team im nächsten Sprint erreichen will: Voraussetzung für das Sprint Planning ist ein gepflegtes Prüf-Backlog, denn aus diesen Einträgen und Prioritäten werden die Lieferungen für den nächsten Sprint geplant und in das Team-Task-Board gezogen. Dabei entscheidet und einigt sich das Team darüber, wie viele US es innerhalb des Sprints liefern kann. Für die einzelnen US werden Akzeptanzkriterien definiert, die in Ergänzung zur allgemein gültigen DoD für jede US einzeln bestimmen, wann sie abgeschlossen ist. Die Prüfer suchen sich selbstständig aus, welche US si